Finanzhilfen für ärmere Länder zur Stärkung ihrer Exportkapazität bringen nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) gute Resultate. Die Hilfen, kurz «Aid vor Trade» genannt, wurden von den WTO-Mitgliedern 2005 beschlossen. Seitdem wachse der Anteil der ärmsten Länder am weltweiten Handel, berichtete die WTO am Dienstag. Damals betrug der Anteil 0,78 Prozent, 2015 seien es 1,21 Prozent gewesen. Ihr Anteil am weltweiten Handel wuchs jedes Jahr durchschnittlich fast doppelt so stark wie der Handel insgesamt, so die WTO in einer neuen Bestandsaufnahme.

«Hilfe dieser Art funktioniert in Entwicklungsländern wie ein Katalysator für Investitionen und Handelswachstum», sagte WTO-Direktor Roberto Azevêdo. «Sie helfen, die Infrastruktur und Institutionen aufzubauen, die diese Länder brauchen, um am globalen Handelsplatz teilzunehmen.»

Insgesamt betrugen diese speziellen Entwicklungshilfen seit 2006 300 Milliarden Dollar (263 Mrd Euro). Sie stiegen von anfangs rund 20 Milliarden Dollar im Jahr auf inzwischen rund 40 Milliarden Dollar. Deutschland gehört zu den größten Gebern. Über die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanzierte die Bundesregierung unter anderem im Kosovo einen IT-Export-Leitfaden und die Exportförderung und half Senegal und Mali unter anderem bei der Vereinfachung von Zoll- und Hafenabfertigungen.

Wenn Ihnen der Beitrag gefällt: Teilen gefällt uns!

veröffentlicht von Redaktion

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.