Der Nachwuchs möchte einmal im Ausland studieren oder braucht für seine Ausbildung den Führerschein? Da trifft es sich gut, wenn Eltern oder Großeltern bereits kurz nach der Geburt angefangen haben, für die Kinder Geld zu sparen. Rechtzeitig begonnen, kommt eine beachtliche Summe beim Sparen für Kinder zusammen. Doch welche Sparformen lohnen sich?

Der Zinseszinseffekt ist am größten, je länger gespart wird. Welche Geldanlage oder welches Sparprodukt geeignet ist, hängt davon ab, wofür man spart, wann das Geld benötigt wird und wie flexibel Eltern und Kinder damit umgehen wollen. Für eine mittelfristige Anlagedauer bis zu 5 Jahren sollte die Sicherheit des Sparkapitals im Vordergrund stehen. Dieses Geld darf nicht den Schwankungen der Börse ausgesetzt sein, weil der Betrag beispielsweise für einen Auslandsaufenthalt des Juniors in den USA eingeplant ist. Dafür eignen sich Bankeinlagen wie Festgelder oder Banksparpläne mit variablen Zinsen. Festgeldkonten sind ideal für die Anlage größerer Beträge wie Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke. Sie können solange verlängert werden, bis der Verfügungszeitpunkt herangerückt ist. Banksparpläne profitieren zwar von steigenden Zinsen, sind jedoch nicht flexibel genug, falls sich am Zieltermin etwas ändert. Wird einmal Geld abgehoben, endet das monatliche Ratensparen. Fest verzinste Anlagen weisen derzeit zudem sehr niedrige Zinsen auf.

Für kleinere Kinder, deren Sparziel in weiter Ferne liegt, lohnt es sich daher, mehr Risiko beim Sparen zu wagen. Eltern haben dann noch sehr viel Zeit, um das Auf und Ab der Märkte auszusitzen. Für langfristige Sparverträge bietet sich das Fondssparen an. Aus der Historie ist bekannt, dass Aktienanlagen am rentierlichsten sind. Über Zeiträume von 10 bis 15 Jahren gerechnet, traten in der Vergangenheit in einem breit gestreuten weltweiten Aktiendepot so gut wie keine Verluste auf. Erziehungsberechtigte erzielen mit einem Sparplan in Aktienfonds nach Jahren die besten Resultate. Wer es weniger schwankungsanfällig möchte, kann in einen Mix aus Renten- und Aktienfonds einzahlen. Fondssparpläne haben den Vorteil, dass man diese bereits mit kleinen Beträgen ab 25 Euro beginnen kann und sie sehr variabel sind. Man kann Raten und Termine ändern, zusätzliche Beträge einzahlen, über Geld zwischenzeitlich verfügen und die Zahlungen notfalls jederzeit stoppen. Zwar besteht das Risiko, dass das Sparguthaben am Ende weniger wert ist, dennoch ist das Sondervermögen, bestehend aus vielen verschiedenen Einzelwerten, geschützt. Das Fondsvermögen wird unabhängig von den sonstigen Beständen der Investmentgesellschaft verwaltet. Um zu vermeiden, dass sich der Sparbetrag zum Schluss bedeutend vermindert, ist es empfehlenswert, das angesparte Kapital auf ein Festgeldkonto umzuschichten. Dies sollte drei bis vier Jahre vor dem geplanten Verfügungszeitpunkt geschehen.

Eltern, denen es auf eine renditestarke Anlage ankommt, sollten unbedingt die Kosten der Fondsanlage vergleichen. Je geringer die laufenden Verwaltungsgebühren des Investmentfonds sind, desto mehr bleibt am Ende für die Privatschule des Nachwuchses übrig. Es bietet sich an, mit ETFs für den Finanzbedarf der Kinder vorzusorgen. Diese Fonds kommen ohne Fondsmanager aus, die aktive Investmententscheidungen treffen. Passive Fonds bilden lediglich einen Börsenindex nach und entwickeln sich annähernd wie dieser, weil der ETF die gleichen Werte wie zum Beispiel ein europäischer Aktienindex enthält. Daher weisen Indexfonds gegenüber den klassischen Investmentfonds wesentlich niedrigere jährliche Gebühren auf, die den Ersparnissen des Kindes zugutekommen.

Fazit

Eltern sollten den Mut aufbringen und für ihre Kinder mithilfe günstiger Aktienindexfonds sparen. Fangen Sie so früh wie möglich an, etwas für Ihre Sprösslinge zurückzulegen, erreichen Sie über viele Jahre eine beträchtliche Summe. Die unvermeidlichen Kursschwankungen gleichen sich über lange Zeiträume aus. Legen Sie Wert auf feste Erträge oder haben nur wenig Zeit bis zum Ausbildungsbeginn Ihres Kindes, bevorzugen Sie verzinsliche Anlagen wie Festgeldkonten oder Banksparpläne und nehmen geringere Renditen in Kauf. So gelingt es, Ihrem Kind einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

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veröffentlicht von Jennifer

One Comment

  1. Vielen Dank für diesen Artikel.

    Da Sie in Ihrem Artikel auch Privatschulen erwähnen, sollte man auch erwähnen, dass es möglich ist einen Teil der durch deren Besuch entstandenen Kosten steuerlich abzusetzen.

    Informationen dazu gibt es jede Menge.

    https://www.vlh.de/familie-leben/kinder/schulgeld-von-der-steuer-absetzen.html

    https://www.private-bildung.com/ratgeber/was-kostet-eine-privatschule

    Wenn man das bedenkt, kann man mit vorher sinnvoll aufgebauten Anlage dem Kind auch an anderen Stellen noch etwas Gutes für dessen Zukunft tun.

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