Die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, hat vor finanziellen Engpässen der Rentenkasse gewarnt. «Die Mindestrücklage der Rentenversicherung sollte so ausgestaltet werden, dass sie uns jederzeit unterjährig Liquidität gibt», sagte Roßbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Aus dieser Rücklage deckt die Rentenversicherung im Laufe des Jahres auftretende zeitweise Defizite, sogenannte Liquiditätsschwankungen. In Zeiten positiver wirtschaftlicher Entwicklung sollen zudem Mittel aufgebaut werden, um bei ungünstiger Konjunktur den Beitragssatz zu stabilisieren. Die Rücklage muss mindestens 0,2 Monatsausgaben betragen.

Roßbach forderte: «Eine Möglichkeit wäre, die Nachhaltigkeitsrücklage auf 0,4 Monatsausgaben zu erhöhen.» Denn im Herbst gebe es hier immer wieder einen Rückgang bei den Einnahmen, bevor die Jahresendzahlungen bei den Arbeitnehmern kommen.

Im April betrug die Rücklage 32,95 Milliarden Euro. Das sind 1,54 Ausgaben der Rentenversicherung pro Monat.

veröffentlicht von Redaktion

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