Das milliardenschwere System der EU-Agrarförderung ist nach einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs zu kompliziert und teils ineffektiv. Die entsprechenden Verfahren dauerten zudem manchmal zu lange, teilten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg mit. Dies führe letztlich zu schlechteren Ergebnissen der EU-Agrarpolitik.

Die EU hat in ihrem Budget von 2014 bis 2020 fast 100 Milliarden Euro für die Entwicklung des ländlichen Raums eingeplant. Damit soll unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit von Agrarbetrieben gestärkt und eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen unterstützt werden.

Über den Europäischen Landwirtschaftsfonds werden dabei jeweils nationale beziehungsweise regionale Programme finanziert, die von den EU-Staaten erstellt und von der EU-Kommission genehmigt werden. Vorgesehen sind etwa Niederlassungsbeihilfen für junge Landwirte oder Gelder zur Modernisierung von Betrieben.

Die Rechnungsprüfer empfehlen nun unter anderem der EU-Kommission, die entsprechenden Programmplanungsdokumente zu vereinfachen und die Zahl der Anforderungen zu verringern. Zudem sollte zwischen den einzelnen nationalen Programm mehr Übereinstimmung geschaffen werden.

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veröffentlicht von Redaktion

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