Bereits seit kurz nach Beginn des Internetzeitalters waren die ersten Onlineshops erreichbar und begannen damit, ein neues Verkaufskonzept auf- und auszubauen. Das 21. Jahrhundert wäre mittlerweile undenkbar, wenn man ohne die Möglichkeit des 24/7-Shoppings auskommen müsste. Aus den kleinen Startups von damals sind bis heute globale Giganten geworden, die ganze Kontinente beherrschen. Finden Sie hier ein paar Investmentmöglichkeiten aus dem Bereich des Onlineshoppings.

Amazon – von der Onlinebücherei zum weltmarktführenden Onlineversandhändler

Jeff Bezos begann schon im Jahr 1994 mit dem Versand von Büchern, die über die eigens dafür entwickelte Website bestellt werden konnten. Im Jahr 2016 beschäftigt sein Konzern über 300.000 Mitarbeiter in nahezu allen Ländern der Erde. Der Umsatz beträgt über 100 Milliarden Dollar im Jahr 2015. Die Geschichte von Amazon liest sich wie der Traum eines jeden Menschen. Der American Dream scheint für den Gründer war geworden zu sein. Besonders das rasante Wachstum musste bewältigt werden. So konnten die eigenen Mitarbeiter die Auslieferungen bald nicht mehr stemmen und es mussten Lieferfahrzeuge angeschafft und Personal eingestellt werden. Bereits zwei Jahre nach der Gründung erfolgte der Börsengang von Amazon. Mittlerweile ist man seit über 20 Jahren erfolgreich tätig und auch fast ebenso lang an der Börse gelistet.

Der Börsenkurs, der im Jahr 2007 noch bei unter 60,00 EUR lag, kletterte kürzlich auf sein Allzeithoch bei über 750,00 EUR. Das bedeutet ein Wachstum von über 1.250 % innerhalb von nicht einmal 10 Jahren. Amazon ist also auch für die Anleger ein Trauminvestment. Auch die Zukunft verspricht Gutes: Der Onlinehandel boomt, der Name Amazon ist jedem geläufig und meist die erste Adresse, die man beim Onlineshopping eingibt. Es werden ständig neue Geschäftsmodelle und Startups gegründet oder erworben, sodass auch die Zukunftsaussichten sehr positiv sind.

 

Ebay – Auktionsplattform mit vielen Möglichkeiten

Genau wie Amazon ist auch Ebay ein Onlineversandhändler. Das Unternehmen wurde im Jahr 1995 in San José im Silicon Valley gegründet und ist laut eigener Aussage der weltweit größte Online-Marktplatz. Zu dem Konzern gehören auch andere bekannte Unternehmen, wie mobile.de, Kijiji oder Skype. Der Online-Bezahldienst Paypal gehörte ebenso bis 2015 zu Ebay und wurde dann aber abgespalten. Mit über 11.000 Mitarbeitern wurde im Jahr 2015 ein Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar erzielt. Ebay ging 1998 an die Börse und entwickelte sich seitdem kontinuierlich weiter. Von ca. 3,60 EUR im Jahr 2009 stieg der Kurs auf knapp 30 EUR im Herbst 2016. Auch hier ein Wachstum nahe der 1.000 %-Marke. Auch wenn das Konzept von Ebay anders ist, als das von Amazon, so sind beide Plattformen durchaus vergleichbar und stehen auch in direkter Konkurrenz. Ebay versteht sich mehr als Marktplatz, auf dem jeder seine Produkte anbieten kann und dann selbst den Versand und die Logistik übernimmt. Bei Amazon versucht man alle Produkte über die firmeneigenen Logistikzentren zu schleusen und so zusätzliche Einnahmen zu generieren.

 

Zalando – Die Zukunft des Modehandels

Der deutsche Onlineversandhändler Zalando kommt aus dem Hause der Samwer-Brüder und steht in guter Tradition hinter den großen deutschen Versandhändlern wie Quelle oder Otto. Jedoch hat man sich mit Zalando die neuen Möglichkeiten des Internets zunutze gemacht, im Gegensatz zu den Katalogversendern, die diesen Trend größtenteils verschlafen haben. Hauptgeschäft von Zalando ist der Verkauf und Versand von Kleidung und Accessoires. Mit diesem Konzept beschäftigt das Unternehmen 10.000 Mitarbeiter und generiert einen Umsatz von 3,0 Milliarden Euro. Das Wachstum ist jedoch ungebremst. Die Expansion in europäische, afrikanische und asiatische Länder läuft auf Hochtouren und es werden ständig neue Vertriebswege gesucht und ausgebaut. So betreibt Zalando selbst einige Logistikzentren und gibt jedes Jahr hohe Summen für Marketingstrategien aus, die die Bevölkerung zum Teil polarisieren und dadurch noch mehr ins Gespräch bringen. Wer kann sich nicht an Kampagnen wie „Zalando – Schrei vor Glück!“ erinnern. Das Markenbewusstsein wird so sehr groß geschrieben. Nach dem Börsengang im Jahr 2014 fiel der Kurs des MDAX-Mitgliedes kurzzeitig unter 20,00 EUR, fing aber danach sofort an, Richtung Norden zu steigen. Der Höchstkurs lag 2016 über 40,00 EUR und bewegt sich auch jetzt nur leicht darunter, obwohl noch nicht viele Berichtsperioden mit Gewinn abgeschlossen werden konnten. Doch das ist nur noch eine Frage der Zeit und der Turnaround wird geschafft. Wer etwas Risiko eingehen will, kann getrost in Zalando investieren.

 

Zooplus – eine tierische Erfolgsgeschichte

Ein kleiner, aufstrebender Kandidat aus dem Segment Onlinehandel ist Zooplus. Deutschlands führender Versandhändler für Haustierbedarf und Tierfutter wurde im Jahr 1999 in München gegründet. Es werden über 300 Mitarbeiter beschäftigt und der Umsatz beträgt über 700 Millionen Euro. Mit dem Börsengang hatte man es allerdings nicht so eilig. Erst im Jahr 2008 – neun Jahre nach der Gründung – wurden die ersten Aktien an der Frankfurter Börse gelistet. Doch auch hier kann man die Erfolgsgeschichte des Onlinehandels sehen. Von einem anfänglichen Börsenkurs von 50,00 EUR stieg der Kurs auf über 140,00 EUR und weitere Kurssteigerungen werden auch von allen Analysten erwartet. Und das nicht zu Unrecht: Mit zweistelligen Wachstumsraten in Umsatz und Gewinn und einer Expansionspolitik, die auf dieses Wachstum aufbaut, anstatt auf Übernahmen, trifft Zooplus auch den Nerv der Anleger. So konnte man 2014 die RAG-Stiftung als langfristigen Investor gewinnen und dort ca. 14,0 % des Aktienkapitals in sichere Hände legen.

 

Deutsche Wachstumskandidaten aus dem Segment Online-Handel

An den deutschen Börsen tummeln sich noch einige andere Unternehmen, die dem Segment Online- Handel zuzuordnen sind. So findet man beispielsweise Rocket Internet, die Startup-Schmiede der Samwer-Brüder, die sie kürzlich selbst an die Börse brachten. Mit der Scout24-Gruppe gibt es ein Unternehmen, das im Automobil- und Immobilien-Anzeigenmarkt tätig ist. Asknet ist eine Vertriebsplattform für Softwarelizenzen und mit der windeln.de-AG kann man in einen Versandhändler für Artikel rund ums Kind bzw. Kleinkind investieren.

In Zukunft werden wohl noch mehr Online-Unternehmen die Börsen dieser Welt aufmischen und den gesamten Handel umkrempeln. Dieser Trend bietet bereits seit längerer Zeit hohe Wachstumsraten und verspricht große Gewinne. Die Aktien von den bereits börsennotierten Unternehmen klettern zu immer neuen Höchstmarken und oft wurde auch der Turnaround bereits geschafft und erste Gewinne erwirtschaftet. Wer also etwas risikobewusst ist, der sollte sich in dem Segment umsehen und dort investieren.

veröffentlicht von Harald

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