Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen mangelnder Bildung für Mädchen gewarnt. «Wenn 130 Millionen Mädchen nicht in der Lage sind, Ingenieure, Journalisten oder Geschäftsführer zu werden, weil Bildung für sie unerreichbar ist, lässt sich unsere Welt Billionen Dollar entgehen», sagte Malala (20) am Mittwoch bei der Vorstellung eines Weltbank-Berichts in Washington. Dieses Geld könnte etwa die Weltwirtschaft und das Gesundheitswesen stärken und zu mehr Stabilität beitragen.

In dem Weltbank-Bericht hieß es, eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten für Mädchen kosteten Länder weltweit zwischen 15 und 30 Billionen Dollar, weil Produktivität und Einkünfte verloren gingen. 132 Millionen Mädchen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren gingen nicht zur Schule, 75 Prozent davon seien Jugendliche. In Niedriglohnländern absolvierten weniger als zwei Drittel aller Mädchen die Grundschule. Frauen, die eine höhere Schulbildung hätten, verdienten im Schnitt beinahe doppelt soviel wie solche ohne Schulbildung.

Ein Taliban-Kämpfer hatte Malala im Oktober 2012 im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans in den Kopf geschossen, weil sie sich öffentlich für Schulbildung für Mädchen und gegen das Regime der Islamisten ausgesprochen hatte. Weil sie sich nach dem Attentat weiter für die Rechte von Mädchen und Frauen vor allem im Bildungsbereich, einsetzte, wurde ihr 2014 der Friedensnobelpreis zuerkannt. Im April 2017 wurde sie die jüngste UN-Friedensbotschafterin aller Zeiten

veröffentlicht von Redaktion

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