IWF-Chefin Christine Lagarde hat die Verdienste von Wolfgang Schäuble als Finanzminister auf internationaler Ebene gewürdigt. «Er ist ein Felsen gewesen, ein Gigant», sagte Lagarde am Donnerstag zu Beginn der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Sie und Schäuble seien zwar nicht immer einer Meinung gewesen. Aber in kritischen Momenten habe sich Schäuble als verlässlicher Partner erwiesen und für Vertrauen gesorgt: «Es ist schade, dass er geht.»

Es ist der letzte Auftritt Schäubles als Finanzminister im Kreis seiner internationalen Kollegen nach achtjähriger Amtszeit. Er ist in der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer der dienstälteste Finanzminister. Schäuble soll am 24. Oktober zum Bundestagspräsidenten gewählt werden. Es ist das zweithöchste Amt im Staate. Lagarde geht davon, dass Schäuble auch in seinem neuen Amt einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung Europas leisten werde.

Mit Blick auf die Pläne Schäubles, den Euro-Rettungsschirm ESM zum Europäischen Währungsfonds auszubauen, sagte Lagarde, sie befürchte dadurch keinen sinkenden Einfluss des IWF in Europa. «Es gibt eine Kooperation, und es wird weiter eine Kooperation geben.» Sie mache sich da keine Sorgen, sagte Lagarde. Der IWF werde immer seine Erfahrungen einbringen, wann immer es nötig sei und wann immer ein Land in Europa dies benötige.

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veröffentlicht von Redaktion

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