Die derzeit wohl beliebteste und am öftesten empfohlene Anlagemöglichkeit stellen wohl Sparpläne auf ETFs dar. In diesem Zusammenhang findet sich immer wieder der Name ishares und deren Produkte. Deshalt möchten wir ihnen hier einige Informationen über diese Produkte geben.

 

Was ist ein ETF?

Genau hier haben viele angehende Privatanleger oder Kleinanleger schon ihre Schwierigkeiten und sind stark verwirrt. Das liegt vor allem daran, dass die meisten von ihnen nicht wissen, worum es sich bei ETFs handelt. ETF bedeutet ausgeschrieben Exchange Traded Fund, zu deutsch also in etwa Börsengehandelter Fonds. Genauer beschreiben lässt sich ein solcher ETF wohl als ein indexabbildender Fonds. Genau dafür wurden ETFs entwickelt. Sie bilden nur einen Index ab. So gibt es eine sehr große Anzahl und Bandbreite an ETFs, die bespart werden können. Beispielsweise auf den MSCI World, auf den EuroStoxx oder auf den DAX. Durch diese relativ einfache Anlagestrategie – die exakte Nachbildung eines Index in Bezug auf Zusammensetzung und Gewichtung – kommen ETFs mit relativ günstigen Konditionen aus. So betragen die Gebühren pro Jahr zwischen 0,07 % und 0,25 % und sind somit wesentlich kostengünstiger als herkömmliche Fonds.

 

Zu unterscheiden sind ETFs lediglich nach der Art der Gewinnverwertung. Es gibt hier zwei Sorten: ausschüttende und wiederanlegende (thesaurierende) Papiere. Welche hier gewählt werden hängt von den Vorlieben der Anleger ab.

Der Fokus eines solchen ETFs liegt immer auf einem Index. Mittlerweile gibt es Indices auf viele verschiedene Schwerpunkte. So gibt es die herkömmlichen landesspezifischen ETFs, die auf die großen Indices jedes Landes wie den DAX, ATX oder den DowJones. Dann gibt es Indices auf Produktgruppen wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe und natürlich auf Indices auf Branchen wie die Telekommunikationsbranche, Versicherungen oder Fahrzeuge. Entsprechend gibt es auch viele verschiedene ETFs.

 

Was verbirgt sich hinter ishares?

Ishares ist eine Marke von BlackRock Inc.. Spätestens jetzt sollten bei den meisten Anlegern die Lichter angehen. BlackRock ist der größte institutionelle Investor weltweit und hat seinen Sitz in New York, USA. Gegründet wurde das Imperium im Jahr 1988 und verwaltet ein Vermögen von 5,12 Billionen US-Dollar. Die deutsche Niederlassung befindet sich in Frankfurt am Main und auch in allen anderen Finanzzentren der Erde gibt es Niederlassungen von BlackRock. Das Unternehmen gilt als Schwergewicht in der Branche und bietet neben seinem Hauptzweck, dem Investieren in andere Unternehmen, auch Unternehmensberatung und Risikoanalysen an. Als dann vor einigen Jahren der Markt von ETFs durch die Freigabe an Privatanleger geöffnet wurde und ein rasantes Wachstum vorlegte, profitierte auch BlackRock mit seinen ishares-Produkten.

 

Mittlerweile hat sich ishares zu einem der größten ETF-Anbieter weltweit entwickelt und bietet Produkte auf nahezu alle möglichen Indices an. Das Angebot kann man sehr gut unter dem Internetauftritt von ishares unter www.ishares.com einsehen. Einen groben Überblick finden sie hier:

 

  • Anlagenklasse

Hier findet man ETFs aufgeteilt nach Aktien, Anleihen und Rohstoffen

 

  • Strategie

Man findet in dem Bereich vor allem währungsgesicherte Produkte, Fonds, die sich auf Aktiendividenden spezialisiert haben und nachhaltige Strategien ebenso wie alternative Strategien.

 

  • Region

Der Bereich unterteilt seine ETFs nach Regionen: Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik und Lateinamerika. Selbstverständlich gibt es auch ETFs, die global investieren.

 

  • Märkte

ETFs auf ganze Märkte wie Schwellenländer oder Industrieländer werden in diesem Bereich dargestellt.

 

Beispiele für ishares-Produkte

 

ETFs bieten durch die breite Streuung ein relativ geringes Risiko. Bei einer Verteilung seines Einkommens auf verschiedene ETFs kann man sowohl die Risiken senken, als auch die Rendite verbessern. Ein von ishares empfohlenes Depot mit moderatem Risiko könnte wie folgt aussehen:

 

  • iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE)

Der STOXX Europe 600 beinhaltet die 600 größten Unternehmen aus den europäischen Industrieländern. Die Gesamtkosten betragen 0,20 % pro Jahr und die durchschnittliche Rendite liegt bei etwa 4,0 %. Bis zu viermal jährlich erfolgen die Ausschüttungen, die an die Anleger ausbezahlt werden.

 

  • iShares S&P 500 UCITS ETF (Dist)

Dieser ETF investiert in die 500 Unternehmen der USA mit der höchsten Marktkapitalisierung. Bei Gesamtkosten von lediglich 0,07 % pro Jahr beträgt die durchschnittliche Rendite um die 1,5 %. Auch hier werden die Gewinne vierteljährlich an die Anleger ausgekehrt.

 

  • iShares Euro Corporate Bond Large Cap UCITS ETF

Bei diesem ETF liegt das Anlageziel auf großen und liquiden auf Euro lautenden Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Bei Kosten von 0,20 % jährlich lockt eine Rendite von ca. 3,0 % erzielt werden. Wie bei den anderen Produkten gibt es vierteljährlich eine Zahlung an die Investoren.

 

  • iShares Euro Corporate Bond ex-Financials 1-5yr UCITS ETF

Der Fokus liegt hier bei auf Euro lautenden kurz- und mittelfristigen, nichtfinanziellen Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Den Rendite von ungefähr 3,50 % stehen Kosten in Höhe von 0,20 % gegenüber. Auch hier werden die Gewinne an die Anleger ausbezahlt, jedoch nur halbjährlich.

 

Ishares-Produkte können grundsätzlich bei nahezu allen Depotanbietern erworben werden. Einige davon bieten ein besonderes Programm, bei denen ishares-Produkte und Sparpläne auf diese Produkte kostenlos gekauft bzw. abgeschlossen werden können, was die Rendite zusätzlich erhöht.

Ein Partner für dieses Programm wäre beispielsweise die INGDiba.

 

Fazit: Trotz einiger Risiken sind ETFs aufgrund des hervorragend guten Kosten-Rendite-Verhältnisses genau die richtige Wahl für private Kleinanleger und Börsenneulinge.

veröffentlicht von Harald

One Comment

  1. […] nutzen, indem sie einen Exchange Traded Fund kaufen, der den Index widerspiegelt (wie z. B. einen SPY ishares Exchange Traded Fund ), diesen ETF für ein paar Stunden halten, während der Preis sich weiter erhöht und dann vor dem […]

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