In wirtschaftlichen Unsicherheiten, Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen oder bei anhaltender Inflation ist die Wahl zum Gold als Anlageobjekt innerhalb der vergangenen Jahrhunderte stets die richtige Wahl gewesen. Und auch heute scheinen Investments in das begehrte Edelmetall bei mittlerweile wieder steigenden Leitzinsen, aufkommender Importzölle und sich einem allmählich abzeichnenden Bärenmarkt an der Börse keine schlechte Idee zu sein. Da der Goldpreis aber nicht nur an derartige News gekoppelt ist, sondern vor allem auch durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird, liegen hier natürlich noch weitere Potentiale hinsichtlich der Wertentwicklung des Goldpreises verborgen. Und so spielt vor allem die weltweite Fördermenge eine wichtige Rolle bei der Ermittlung des Goldpreises. Die weltweit größten Goldförderernationen sind dabei China, Australien, die USA, Kanada und Südafrika – diese Nationen beherbergen riesige Minengesellschaften, die sich die Förderung des Edelmetalls zur Aufgabe gemacht haben und an dessen Beteiligung potentielle Goldanleger beispielsweise profitieren können. Es gibt aber auch noch weitere Möglichkeiten, als Anleger durch die Wertentwicklung des Goldes Gewinne zu erzielen: und so kommen hier z.B. physische Goldbarren, Goldmünzen oder auch Aktien von Minen-Gesellschaften in Frage. Wir haben uns die verschiedenen Möglichkeiten, im Jahre 2018 in Gold zu investieren, für den Leser einmal genauer angeschaut und möchten diesem innerhalb der folgenden Abschnitte nützlich Tipps und Tricks für den Goldkauf als Wertanlage mit auf den Weg geben.

Physisch in Gold investieren mit Goldmünzen oder Goldbarren

Goldmünzen oder Goldbarren können potentielle Anleger bei vielen Geschäftsbanken oder Online-Händlern zum jeweiligen Tageskurs erwerben. Dabei sollte jedoch vor allem auf die Seriosität des entsprechenden Verkäufers geachtet werden, da in diesem Bereich oftmals Fälschungen im Umlauf gebracht werden. Eine derartige Form, in Gold zu investieren, zahlt sich hauptsächlich in Krisenzeiten aus, da der etwaige Anleger Gold in physischer Form zu jederzeit verfügbar hat und gegen anderweitige Sachwerte eintauschen kann. Goldmünzen und Goldbarren werden in diesem Fall einfach sicher zu Hause verwahrt, was aber ebenso ein potentielles Risiko darstellt. Abhilfe können da z.B. auch Bankschließfächer bieten, die von vielen Geschäftsbanken angeboten werden und in denen das physische Gold sicher verwahrt werden kann. Als nachteilig erweist sich beim Kauf von physischem Gold aber in der Regel die große Differenz zwischen tatsächlichen Goldpreis und dem jeweiligen Ein- und Verkaufspreis. Hier kommt es stellenweise zu Schwankungen zwischen 8 bis 10 Prozent. Beläuft sich der Wert einer Goldmünze beispielsweise auf 1.000 Euro, so kann diese in der Regel für 1.050 Euro erworben und für 950 Euro wieder verkauft werden (sollte diese keinerlei Wertsteigerung oder Wertverlust unterliegen). Dieser Effekt der hohen An- und Verkaufsspannen kommt bei kleinen Stückelungen wie z.B. nur Grammbarren oder Goldmünzen mit geringem Goldwert noch wesentlich stärker zum Tragen. Im Falle des physischen Goldes muss der potentielle Anleger also zunächst den Verlust der An- und Verkaufsspanne sowie entsprechende Spesen gutmachen, bevor dieser pari aus dem etwaigen Geschäft mit dem Gold herausgeht.

In Gold investieren über Aktien von Goldminen-Gesellschaften

Indirekt am Goldpreis profitieren können potentielle Anleger aber auch über den Kauf von – im Bestfall sogar noch Dividenden-abwerfenden – Aktien von Goldminen-Gesellschaften. Hier sind unter anderem die größten Goldproduzenten, die Goldcorp oder Yamana Gold zu nennen, auf die Anleger setzen können. Durch einen steigenden Goldpreis werden die Gewinne der Minen in der Regel gehebelt und steigen überproportional zum gestiegenen Goldpreis. Das heißt im schlimmsten Fall aber auch, dass auch die Verluste potentiell stärker ausfallen könnten, sollte der Goldpreis unerwartet stark fallen. Für Investoren, die einer Geldmarktinflation bevorstehen und die in diesem Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des etwaigen Finanzsystems rechnen, sind derartige Goldminen-Aktien aber durchaus attraktiv. Ein möglicher Nachteil beim Investieren in einzelne Minengesellschaften könnte allerdings das konzentrierte Risiko sein, welches den Anleger hier konfrontiert – sinken die Förderraten, brechen beispielsweise auch die Gewinne und damit die Aktienkurse der jeweiligen Minengesellschaft rapide ein.

Per Zertifikate oder Goldminenfonds auf einen großen Gold-Aktienkorb setzen und das Risiko dadurch gering halten

Eine Alternative zum physischen Gold oder zum Investieren in Gold-Einzelaktien bieten seit wenigen Jahren erst etablierte Goldminenfonds oder Gold-Zertifikate wie z.B. jenes der Erste Bank. Mittels dieser kann auf einen umfangreichen Goldminen-Aktienkorb gesetzt werden, um durch diese Streuung das potentielle Einzelaktienrisiko zu minimieren. Ein derartiger Goldminenfond besteht dabei aus einer Vielzahl von Goldminenaktien oder Zertifikaten, die von einer Investmentgesellschaft unter verschiedenen Kriterien ausgewählt und bewertet werden und dann dem entsprechenden Fond hinzugefügt oder wieder entnommen werden. Eine weitere Möglichkeit stellen hier aber auch offene Goldminenfonds wie beispielsweise ETCs – oder auch „Electronic traded Commodities“ – dar. In diese kann sich der potentielle Anleger jederzeit zum jeweiligen Tageskurs einkaufen und kann diese zu jedem Zeitpunkt auch wieder verkaufen. Goldminenfonds können entweder thesaurierend oder ausschüttend sein – bei ersten Fonds werden die Gewinne aus dem Fonds automatisch wieder reinvestiert und ausschüttende Fonds schütten in regelmäßigen Abständen Gewinne an ihre Anteilseigner aus. Ein Investment in Gold-ETCs stellt damit eine bequeme und vor allem auch risikoarme Alternative zum physischen Gold oder zum Kauf von Gold-Einzelaktien dar und kann auch von Kleinsparern mit nur geringem Investment-Budget genutzt werden, da hier die Spesen entsprechend gering ausfallen.

veröffentlicht von Sanja

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