• Aufeinander achten 
  • Gemeinsame Aktivitäten
  • Sich gegenseitig unterstützen

Bochum, 29.06.2017 – Pakete annehmen, Briefkasten leeren und Blumen gießen, das sind die üblichen Dienste unter Nachbarn. Das ist praktisch, denn man wohnt nahe beieinander und kann sich so ohne großen Aufwand gegenseitig einen Gefallen tun. Was ist gute Nachbarschaft? Was kann sie leisten und wo sind ihre Grenzen?

Es fängt schon beim Einzug an. Wer frisch in ein Mietshaus zieht, sollte sich bei seinen neuen Nachbarn vorstellen. Einfach klingeln, die Hand schütteln und ein paar Sätze über sich erzählen. Bei der Gelegenheit kann man schon eine wichtige Informationen erfragen. Zum Beispiel, wie der Treppenputzdienst geregelt ist, wann die Müllabfuhr kommt oder wo es in der Nähe einen guten Bäcker gibt.

Gemeinsam Essen, Trinken, Lachen

Oder warum nicht zu einer kleinen Einweihungsfeier einladen? Das ist eine gute Möglichkeit, die Menschen kennen zu lernen, mit denen man künftig Tür an Tür lebt. Auch später kann man von Zeit zu Zeit ein Treffen unter Nachbarn organisieren, beispielsweise ein Gartenfest oder einen gemeinsamen Fußballabend. Solche kleinen Events stärken den Zusammenhalt.

„Wer sich mit seinen Nachbarn gut versteht, wird davon auf jeden Fall profitieren,“ sagt Jana Kaminski, Pressesprecherin von Vonovia, Deutschlands führender Wohnungsgesellschaft. Das weiß jeder, der schon mal ohne Schlüssel vor seiner Wohnungstür gestanden hat und dann beim Nachbarn klingeln musste. Oder sonstiger Unterstützung bedurfte.

Auf andere zugehen

Dabei sollte man nicht warten, bis andere auf einen zukommen, sondern ruhig selbst die Initiative ergreifen. „Bieten Sie Ihrem Nachbarn beispielsweise an, sich um seine Post und Blumen zu kümmern, während er im Urlaub ist“, rät Kaminski. Er wird sich freuen.

Was macht sonst gute Nachbarschaft aus? An erster Stelle steht gegenseitige Rücksichtnahme. Also vermeidet man am besten unnötigen Lärm in Ruhezeiten und kündigt etwas lautere Feierlichkeiten bei sich zu Hause rechtzeitig an. Oder man  räuchert mit seinem Grill nicht die frisch gewaschenen Laken auf dem Wäscheständer des anderen ein. Umgekehrt sollte man selbst auch ein wenig Toleranz gegenüber dem nachbarlichen Verhalten zeigen und sich nicht bei jeder Kleinigkeit, die einem nicht passt, beschweren.

Und sollte es doch mal richtige Probleme geben: „Reden Sie drüber“, rät Kaminski. „Und zwar rechtzeitig, bevor sich zu viele Aggressionen angestaut haben.“ Mit einem sachlichen Gespräch lassen sich viele Schwierigkeiten aus der Welt schaffen.

Netzwerke von Nachbarn

Wichtig ist es also, innerhalb eines Hauses ein bisschen aufeinander zu achten, ohne dabei die Privatsphäre des anderen zu verletzen. Die zunehmende Anonymität in großen Mietshäusern kann schnell zur Vereinsamung einzelner führen. Besonders in Großstädten ist das problematisch. Da ist etwa die alte, allein lebende Frau, die immer gebrechlicher wird. Bestimmt freut sie sich, wenn man ihr gelegentlich einen Einkauf abnimmt.

Mittlerweile gibt es in vielen Städten Initiativen gegen diesen Trend zur Vereinsamung. Mieter schließen sich zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen – sei es über einen Verein, eine Plattform im Internet oder, noch einfacher, ein Schwarzes Brett  mit Aushängen neben der Eingangstür.

Da sucht Mieterin A beispielsweise jemanden, der ihr beim Verschieben des schweren Wohnzimmerschranks hilft. Mieter B wiederum fragt, ob ihm jemand Kuchen für ein Familienfest backen kann. Familie C braucht einen kurzfristig einen Babysitter und Herr D würde sich gerne eine Bohrmaschine ausleihen. Wer das Gesuchte anbieten kann, meldet sich. So bildet sich ein Netzwerk von Menschen, die sich gegenseitig bei Bedarf helfen.

Räumliche Nähe nutzen

Bei den Gefälligkeitsdiensten fließt kein Geld, sondern sie beruhen auf dem Prinzip Geben und Nehmen. Das ist wichtig, denn andernfalls bewegt man sich schnell auf dem Gebiet der Schwarzarbeit. Übrigens sollte man vorher unbedingt klären, wer bei solchen Diensten im Falle von Schäden haftet, sonst kommt es unnötig zum Streit. Und das ist sicher nicht im Sinne einer guten Nachbarschaft.

Auch ohne solch ein organisiertes Netzwerk ist es sicherlich hilfreich, wenn sich die Mieter untereinander kennen und die räumliche Nähe zueinander nutzen, um sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Seine Ruhe und Privatsphäre hat man trotzdem, spätestens hinter der Wohnungstür.

Pressemitteilung, inhaltlich verantwortlich: Vonovia

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veröffentlicht von Redaktion

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