Die Wall Street hat am Montag ihre Rekordjagd wieder aufgenommen. Angetrieben vom weiter steigenden Ölpreis und guten Stimmungsdaten aus der US-Industrie erreichte der Leitindex Dow Jones Industrial im Tagesverlauf eine Bestmarke bei 21 562 Punkten, gab dann aber einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Letztlich beendete er den verkürzten Handel vor dem Unabhängigkeitstag 0,61 Prozent höher bei 21 479,27 Zählern.

Auch der breite Markt legte zu. Der S&P-500-Index kletterte um 0,23 Prozent auf 2429,01 Punkte, wurde aber vom Abwärtsstrudel bei den dort enthaltenen Technologiewerten etwas ausgebremst. Der Nasdaq 100 als Auswahlindex der Tech-Werte schloss denn auch 0,88 Prozent tiefer bei 5596,956 Punkten. Börsianer begründeten dies mit einer andauernden Gegenreaktion bei den zuletzt heiß gelaufenen Werten.

Zu den Favoriten der Anleger gehörten am Montag die Finanzwerte: Goldman Sachs führten den Dow mit einem Plus von 2,4 Prozent an, während weitere Branchenwerte wie JPMorgan, Bank of America oder Citigroup Aufschläge zwischen 1,4 und 2,1 Prozent verbuchten. Marktanalyst David Madden von CMC Markets begründete dies mit der Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die Notenbank Fed und den Nachwehen des jüngst absolvierten Stresstests.

Zu den weiteren Favoriten im Dow zählten Ölwerte wie Chevron und ExxonMobil mit Aufschlägen von 1,9 und 1,7 Prozent. Sie profitierten vom gestiegenen Ölpreis.

Unternehmensnachrichten waren ansonsten Mangelware. Im Autosektor rückten Ford nach besser als erwarteten Absatzzahlen für Juni um 3 Prozent vor. Die Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla hingegen rutschten nach festem Start mit 2,5 Prozent ins Minus. Die Ankündigung eines früher als erwarteten Produktionsstarts für das «Model 3» verpuffte.

Bei den Aktien von Walt Disney sorgte ein Medienbericht für Gesprächsstoff. Börsianer verwiesen angesichts eines Anstiegs um 1,14 Prozent auf einen vagen Bericht in der «New York Post», wonach der Telekom-Konzern Verizon ein Auge auf den Medienkonzern werfen könnte.

Der Kurs des Euro hat am Montag trotz robuster Konjunkturdaten aus dem Euroraum nachgegeben. Zuletzt wurden 1,1368 Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt – rund ein halbes Cent weniger als zur gleichen Zeit am Freitag.

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veröffentlicht von Redaktion

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