Finanzen und ökonomische Belange spielen im professionellen Fußball eine immer größere Rolle. Fußballvereine agieren wie Großkonzerne und jährlich steigen Gewinne und Einnahmen. Mittlerweile ist der internationale Fußball zu einem Milliardenspiel geworden. Kein Wunder, dass branchenfremde Investoren das Potential der weltweiten Fußballbegeisterung erkannt haben und immer mehr Geld in das Spiel pumpen. Neue Märkte werden erschlossen und die Fernsehgelder steigen Jahr für Jahr. Dementsprechend größer werden auch die Transferablöse und Gehälter. Während Transfers jenseits der 100 Millionen Marke früher die absolute Ausnahme waren, werden diese Summen heutzutage in jeder Transferperiode ausgerufen. Im Vergleich zu der englischen oder spanischen Liga, hält sich die Bundesliga aber noch zurück. Wir schauen auf die teuersten Bundesliga-Transfers aller Zeiten.

Julian Draxler – 43 Millionen
Überraschenderweise steht der FC Bayern München hier nicht ganz oben. In der Saison 2015/16 überwies der VFL Wolfsburg sage und schreibe 43 Millionen Euro an den FC Schalke, um sich die Dienste von Julian Draxler zu sichern. Der damals 21-jährige Flügelstürmer war mit seiner derzeitigen Situation unzufrieden und erhoffte sich beim VFL eine bessere Perspektive. Mittlerweile schnürt Draxler seine Schuhe für Paris St. Germain.

Corentin Tolisso ­– 41,5 Millionen
In dem verrückten Transfersommer 2017/18 wirkten die 41,50 Millionen Euro, die der FCB an Olympique Lyon überwies, im Vergleich zu den internationalen Summen wie Peanuts. Doch trotzdem ist der Franzose der zweitteuerste Bundesliga-Transfer aller Zeiten. Unter drei Trainern konnte sich der französische Nationalspieler, auch aufgrund von Verletzungen, allerdings noch nicht wirklich durchsetzen.

Javi Martinez – 40 Millionen
Nachdem die Bayern 2012 das „Finale dahoam“ bitter im Elfmeterschießen verloren und Dortmund in der Meisterschaft und im Pokal den Vortritt lassen mussten, wollte man ein Zeichen setzen. Nach zähen Verhandlungen überwies man für Javi Martinez 40 Millionen nach Atletico Bilbao. Zu jener Zeit eine Rekordsumme für die Bundesliga. Die Wettanbieter sahen Bayern, wie heutzutage auch, ganz oben. Der spanische Defensivspezialist sorgte für die nötige Stabilität und trug wesentlich zum Champions League Erfolg 2013 bei.

Arturo Vidal – 37,5 Millionen
Im Sommer 2015 waren die Bayern auf der Suche nach einem bissigen Anführer im Mittelfeld und eisten Arturo Vidal für 37,50 Millionen Euro von Juventus Turin los. Der Chilene kannte die Bundesliga bereits aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen und galt als Wunschspieler von Pep Guardiola. Mittlerweile ist Vidal weiter zum FC Barcelona gezogen.

Mario Götze – 37 Millionen
Der Wechsel von Mario Götze von Borussia Dortmund zu Bayern München traf nicht nur die Borussen wie ein Schock. Kurz vor dem entscheidenden Champions League Halbfinale gegen Real Madrid im Jahr 2013 sickerte die Nachricht durch die Medien. Die Münchener zogen die verhältnismäßig niedrige Ausstiegsklausel von 37 Millionen und Dortmund konnte sich nicht wehren. Nachdem Götze den Erwartungen in München nie wirklich gerecht werden konnte, kehrte der „verlorene Sohn“ vor zwei Jahren zurück zum BVB.

 

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Mats Hummels / Renato Sanches – 35,5 Millionen
Auch der Wechsel von Mats Hummels traf die Dortmunder Fans besonders hart. Der langjährige Abwehrchef wechselte vor der Saison 2016/17 für 35 Millionen Euro zurück zu seinem Ausbildungsverein. In derselben Saison überwiesen die Bayern außerdem 35 Millionen Euro für Renato Sanches an Benfica Lissabon.

Man sieht, dass der Rekordmeister immer noch die größten finanziellen Mittel in der Bundesliga zur Verfügung hat. Der Rekordtransfer liegt trotzdem bei dem VFL Wolfsburg. Im internationalen Vergleich sind die 43 Millionen Euro für Julian Draxler allerdings nur Peanuts.

veröffentlicht von Harald

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