Die Deutsche Bundesbank nahm am 1. August 1957 ihre Arbeit als Zentralbank für die Bundesrepublik Deutschland auf. Ihre wichtigsten Aufgaben:

GELD- UND ZINSPOLITIK: Über Jahrzehnte stand die Notenbank für eine harte D-Mark. Seit Einführung des Euro – 1999 als Buchgeld und 2002 als Bargeld – bestimmt die Europäische Zentralbank (EZB) die Geld- und Zinspolitik. Der Bundesbank-Präsident ist an den Entscheidungen im EZB-Rat beteiligt, hat aber wie die Vertreter der anderen 18 Euroländer nur eine Stimme in dem Gremium.

BARGELD: Über ihr bundesweites Filialnetz versorgt die Bundesbank Handel und Banken mit Bargeld. Zudem ersetzt die Notenbank beschädigte Banknoten und Münzen. Ende 2016 waren Euro-Banknoten im Wert von 1,126 Billionen Euro im Umlauf. Mehr als die Hälfte davon, fast 600 Milliarden Euro, hat die Bundesbank emittiert.

FALSCHGELD: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 82 150 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Um Kriminellen das Handwerk zu erschweren, tüfteln die Währungshüter permanent an verbesserten Sicherheitsmerkmalen für die Scheine. Zudem schult die Bundesbank zum Beispiel Kassierer, damit diese Blüten beim Bezahlen an der Ladenkasse sofort erkennen.

BANKENAUFSICHT: Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) überwacht die Bundesbank etwa 1500 kleinere und mittlere Kreditinstitute in Deutschland direkt – vor allem Volksbanken und Sparkassen. Zudem sind die Aufseher in die europäische Bankenaufsicht unter EZB-Führung eingebunden.

GOLDSCHATZ: Im Auftrag des deutschen Staates wacht die Bundesbank über den zweitgrößten Goldschatz der Welt: 3378 Tonnen (Stand 31.12.2016). Nach öffentlicher Kritik werden die lange zum größten Teil im Ausland gelagerten Barren seit einigen Jahren in heimische Tresore gebracht. Das Ziel, mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven im Inland aufzubewahren, war bereits Ende vergangenen Jahres mit 1619 Tonnen fast erreicht.

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veröffentlicht von Redaktion

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