Ein Studium kostet viel Zeit und Mühe. Umso höher sind daher die Erwartungen seitens der Absolventen, wenn es um das anfängliche Einkommen geht. Aber wie viel verdienen Absolventen bei ihrem ersten Job? Und zahlt sich ein höherer Studienabschluss aus? Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 14.760 Gehaltsdaten analysiert und dabei die Einstiegsgehälter der Bachelor- und Masterabsolventen verschiedener Branchen miteinander verglichen.

Die Weiterbildung lohnt sich

Masteranden steigen mit einem besseren Einkommen als Bachelorabsolventen in das Berufsleben ein – ihr Jahresgehalt liegt bei rund 46.000 Euro und ist damit 5.000 Euro höher als das der Bachelorabsolventen. “Nach dem Bachelor- noch einen Masterabschluss zu absolvieren, lohnt sich nicht nur hinsichtlich des Einstieggehalts, sondern auch langfristig. Denn wer später eine Führungsposition übernehmen möchte, erhöht mit einem Masterabschluss definitiv seine Chancen”, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Bestes Einstiegsgehalt in der Bankenbranche

Am lukrativsten ist das Einstiegsgehalt einer Anstellung im Aktiv- und Passivgeschäft in der Bankenbranche. Hier verdienen Bachelorabsolventen fast 54.000 Euro jährlich, dicht gefolgt von dem Jahreseinkommen eines Key-Account-Managers mit 52.800 Euro und das eines Ingenieurs in der Instandhaltung mit 52.000 Euro. Des Weiteren können Bachelorabsolventen in der technischen Forschung und Entwicklung ein hohes Jahreseinkommen von circa 50.000 Euro verzeichnen. Der Test- und Versuchsingenieur belegt mit 49.400 Euro den fünften Platz.

Wenig Einkommen für Steuerfachangestellte mit Bachelorabschluss

Das jährliche Einkommen eines Steuerfachangestellten liegt bei rund 27.300 Euro und führt damit die Liste der am schlechtesten verdienenden Berufseinsteiger an. Ähnlich trifft es Grafiker und Absolventen, die fachliche Zuarbeit im Rechtsbereich leisten – beide Berufsgruppen kommen auf knapp 28.100 Euro im Jahr. Auch in der Medienbranche gehen Absolventen anfangs verhältnismäßig leer aus: In der TV-, Funk- oder Print-Produktion erhalten Bachelorabsolventen ein Jahresgehalt von rund 29.600 Euro. Das anfängliche Jahreseinkommen einer Laborkraft bewegt sich im selben Segment.

Top-Berufe für Masterabsolventen: Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Mit 57.500 Euro jährlich führen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer die Rangliste der besten Einstiegsgehälter für Masteranden an, gefolgt von den Absolventen im Risk-Management und -Controlling mit 57.900 Euro. Knapp darunter bewegen sich das jährliche Einkommen im Asset Management in der Immobilienbranche mit 55.000 Euro und das eines Versicherungsmathematikers mit 54.300 Euro. In der technischen Forschung und Entwicklung liegt das anfängliche Gehalt, wie das eines Bachelorabsolventen, verhältnismäßig hoch: 52.600 Euro jährlich verdienen Masterabsolventen bei ihrem ersten Job in dieser Branche.

Die Verlierer: Architekten mit Masterabschluss

Akademiker, die einen Masterabschluss in Architektur absolviert haben, steigen mit einem Gehalt von 32.400 Euro jährlich ein. Etwas mehr bekommen Sozialarbeiter sowie Sozialpädagogen mit 32.700 Euro und Redakteure mit 32.900 Euro. Im Kulturmanagement erreicht das Jahreseinkommen 33.200 Euro. Ähnlich ist es in der Eventbranche, dort verdienen Beschäftigte jährlich 34.000 Euro.

Zur Methodik: Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 14.760 Gehaltsdaten von Berufseinsteigern mit Bachelor- und Mastertitel verglichen. Hierbei wurden die Parameter Studienabschluss sowie Berufsgruppe betrachtet. Bei allen Beschäftigten handelt es sich um Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Das Ranking wurde nach dem Median sortiert. Bei allen Gehältern handelt es sich um Jahresbruttoangaben.

Top-Berufe für Bachelorabsolventen. Bildquelle: obs/PersonalMarkt Services GmbH/GEHALT.de

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