Beim Neubau eines Hauses stellt sich unweigerlich die Frage nach der Energieversorgung. Eine wirtschaftlich sowie umweltverträgliche Lösung ist das Blockheizkraftwerk (kurz: BHKW). Die Anschaffungskosten (für ein Mikro-BHKW ab ca. 20.000 Euro zzgl. Installation) sind bereits nach ca. zehn Jahren amortisiert und das eigene kleine Kraftwerk beginnt Gewinne einzufahren.

 

Wie funktioniert ein BHKW?

Die Kraft-Wärme-Kopplung (Strom und Wärmeerzeugung in einem Prozess) ist in der Industrie weit verbreitet. Für Privathaushalte wurde diese Form der Energiegewinnung erst in diesem Jahrtausend mehr und mehr optimiert. Diese kompakten Geräte (auch Mikro oder Mini-BHKW genannt – vergleichbar mit der Größe eines Gefrierschranks) sorgen für die Wärme- und Stromversorgung innerhalb Ihres Gebäudes. Das BHKW wird mit einem Brennstoff (Gas, Öl, Diesel und Pellets) betrieben. Der Generator wandelt die erzeugte Energie in elektrischen Strom um. Die dadurch anfallende Abwärme wird mit Hilfe des Wärmetauschers in Heizenergie gewandelt. Moderne BHKWs haben einen Wirkungsgrad von über 80%. Zum Vergleich: Modernste Solarzellen erzeugen derzeit einen Wirkungsgrad von gerade einmal 25%. Überschüssig produzierte Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz vergütet.

 

Förderung und Vergütung eines BHKW?

Bereits bei der Anschaffung Ihres BHKW können Sie auf verschiedene staatliche Förderungen zurückgreifen. So können bei der KfW Förderdarlehen beantragt werden. Die Höhe der Vergütung ist abhängig von der Leistung der Anlage. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) genehmigt Investitionszuschüsse für Mini-BHKW (bis 20 KW Leistung). In einigen Bundesländern ist auch eine Kombination von BAFA und KfW möglich. Die Vergütung der eingespeisten Energie ist abhängig von verschiedenen Faktoren (Zeitpunkt der Inbetriebnahme, Größe des BHKW). Es gilt jedoch zu beachten dass nicht alle Blockheizkraftwerke gefördert werden. Die Anlagen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Die staatlich gewährte Einspeisevergütung errechnet sich wie folgt:

Durchschnittspreis an der StrombörseDie Vergütung wird durch den Anlagenbetreiber direkt mit dem Netzbetreiber ausgehandelt. Netzbetreiber sind gemäß § 4 des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-G) verpflichtet, KWK-Anlagen im Sinne des § 5 des Gesetztes an ihr Netz anzuschließen, den erzeugten Strom vorrangig abzunehmen und zu vergüten. 
KWK-ZuschlagEinspeisevergütung je Kilowattstunde abhängig vom KWK-Leistungsanteil. Mit einem Stromeinspeisevertrag werden die genauen Bedingungen für den nicht selbst verbrauchten Überschussstrom (eingespeister Strom) geregelt. Dieser klärt unter anderem die Abrechnungsmodalitäten sowie die Vergütung.
Vergütung vermiedener NetzentgelteDie Vermeidungsleistung ist die Differenz zwischen der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen und der maximalen Bezugslast des Jahres. Dabei kann es sich um die Differenz zweier zeitungleicher Leistungen handeln.

 

Kosten des Blockheizkraftwerk im laufenden Betrieb

Wie bei einer gängigen Heizung ist man auch als Betreiber eines BHKW gebunden an den Kosten für die eingesetzten Brennstoffe. Deren Verbrauch ist abhängig von der Leistung und dem eingesetzten Motor. Hinzu kommen Kosten für Wartung, Instandhaltung und Ersatzteile für BHKW. Neben gängigen Verschleißteilen sorgen manche Ersatzteile bei Altgeräten oftmals für eine wirtschaftliche Optimierung der Anlage.

 

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veröffentlicht von Patrick

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