Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch hat den sogenannten Zukunftsplan von SPD-Chef Martin Schulz hinsichtlich seiner Schwerpunkte gelobt. Investitionen, Digitalisierung, kostenfreie Kitas, diese Themen habe Schulz alle richtig gewählt, sagte Bartsch am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Forderung nach Investitionen müsse aber einhergehen mit «der deutlichen Ansage, wie was finanziert werden soll», sagte Bartsch. «Das kann nicht im Nebulösen bleiben.» Die Superreichen und Konzerne müssten dabei in die Pflicht genommen werden. «Wir brauchen eine große Steuerreform.» Die SPD müsse den Mut haben, sich mit den Mächtigen anzulegen.

Zu einer möglichen Koalition mit der SPD nach der Bundestagswahl am 24. September sagte Bartsch: «Die Frage muss jetzt im Wahlkampf nicht erörtert werden. Jede Partei kämpft für sich.» Die Linke sei die einzige Partei, die nicht für eine Verlängerung der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) zur Verfügung stehe. «Auch Martin Schulz muss das für sich ausschließen». Der SPD-Kanzlerkandidat müsse endlich gegen Merkel Wahlkampf machen.

Schulz hatte am Sonntag einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt, der das vor drei Wochen verabschiedete Wahlprogramm der Partei ergänzen soll. Einer der Punkte sieht eine Investitionsverpflichtung für den Staat vor.

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veröffentlicht von Redaktion

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