Der Boom der deutschen Wirtschaft mit Wachstumsraten zwischen 2 und 2,5 Prozent könnte nach Vorstellungen des neuen Wirtschaftsministers Peter Altmaier (CDU) noch weit über ein Jahrzehnt anhalten. «Ich halte es für möglich, dass wir diesen Wachstumspfad noch für mindestens 15 bis 20 Jahre fortsetzen können, wenn wir die Marktwirtschaft erneuern», sagte Altmaier dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

Ein solch langer und kräftiger Wachstumszyklus wäre für eine entwickelte Ökonomie wie die deutsche sehr ungewöhnlich – zudem die größte Volkswirtschaft der Eurozone nach der globalen Rezession 2009 bereits im neunten Wachstumsjahr in Folge ist. Zuletzt kletterte das Bruttoinlandsprodukt 2017 um 2,2 Prozent. Für 2018 und 2019 trauen Ökonomen der deutschen Wirtschaft einen Zuwachs in ähnlicher Größenordnung zu.

Um das Ziel zu erreichen, schlägt Altmaier eine «Charta der sozialen Marktwirtschaft» vor, die er gemeinsam mit anderen Parteien im Bundestag für die nächsten drei bis vier Legislaturperioden festschreiben wolle. «Die Parteien der Großen Koalition sowie die Grünen und die FDP sollten sich dazu verpflichten, dauerhaft einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen, auf Steuererhöhungen zu verzichten und die Sozialabgaben unter 40 Prozent der Bruttolöhne zu halten.» Zugleich kündigte Altmaier eine «Initiative zum Erhalt und zum Ausbau zukunftssicherer und umweltverträglicher Industriearbeitsplätze in Deutschland» an. So benötige Europa dringend eine Batteriezellenproduktion für die Entwicklung der Elektromobilität. «Hier werde ich Gespräche aufnehmen, um zu gemeinsamen Initiativen der Industrie zu kommen».

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veröffentlicht von Redaktion

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